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Verlaufsbeeinflussende Therapie

Immunmodulation

Heute wird eine Indikation zur Immunmodulation bereits nach einem klinischen Ereignis (CIS) gesehen, hier können Rebif®, Betaferon®, Avonex® und Copaxone® eingesetzt werden.
Sobald nach den McDonald-Kriterien die Diagnose gesichert ist stehen als weitere Optionen nun auch Plegridy®, Aubagio®, Tecfidera® und bei aktiver Erkrankung Lemtrada® zur Verfügung.
Bei Progression unter Basistherapie oder schwerem initialem Verlauf Schüben kommen Tysabri®-Infusionen oder als orale Präparate auch Gilenya® oder Mavenclad® zum Einsatz.
Zinbryta® wurde 2016 zur Behadlung der aktiven MS zugelassen, sollte aktuell wegen selterer schwerwiegender Nebenwirkungen aber nur noch bei schweren Verläufen in Ausnahmen eingesetzt werden.
Intravenöse Immunglobuline (IVIg) werden zwar in Einzelfällen eingesetzt, eine Zulassung zur Therapie liegt aber nicht vor (off-label-use).
Selten wird auch noch Azathioprin (Imurek®) eingesetzt.

Immunsuppression

Die Indikation zur Immunsuppression wird in Ausnahmefällen bei schneller Behinderungsprogression trotz Ausreizen immunmodulatorischer Therapien gestellt.

Mitoxanthron wird bei gut nachgewiesener Wirksamkeit in erster Linie eingesetzt. Problem der Substanz ist Ihre Herztoxizität,
weswegen die Gesamtdosis von 100mg (in Ausnahmen bis 140mg) im Leben nicht Überschritten werden sollte.

Cyclophosphamid kommt alternativ zum Einsatz. Hier kommt es häufig zu gastrointestinalen Nebenwirkungen und auch Blutbildveränderungen.

Alle Immunsuppressiva können prinzipiell das Malignomrisiko erhöhen.

Sie wollen es genauer wissen?

Die genaue Darstellung von Möglichkeiten zur Prophylaxe würde den Rahmen diese Seite sprengen, sodass ich diesbezüglich gerne auf spezielle Seiten wie z.B. die Homepage der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft verweise.